Scheinwelt

 


Ahoi! 

In diesem Posting möchte ich Euch erzählen, wie ich vorgegangen bin, um die Erlaubnis (nicht die Befähigung!) ein Sportboot zu führen, zu erlangen. 

Es ist nicht der Weg, in einer schönen sonnigen Marina in Südeuropa mit dem Hafenmeister ein paar Schnäpse zu exen und dann ein Zertifikat zu bekommen, was zwar vor Ort vielleicht gilt, aber Euch definitiv zurück in Deutschland Probleme mit der Anerkennung bereitet. Macht das nicht! 

Es ist aber auch nicht der Weg (wie ich erfahren musste) zu glauben, dass man mit zwei Stunden Chartereinweisung zu zweit eine dreizehn Meter lange Motoryacht auf den Binnengewässern der Müritz "beherrscht". Wenn Ihr nicht mindestens vier Personen seid oder besser noch jemanden dabei habt, der sich auskennt. Macht das nicht! 

Es geht aber hier nur um die theoretische Prüfung. Zum praktischen Teil kommen wir in einem anderen Posting. 

Okay! Die erste Frage, die Ihr Euch stellt, ist die Frage, wo wollt Ihr voraussichtlich fahren. Wollt Ihr auf See im küstennahen Bereich ein paar Törns machen, dann ist der Sportbootführerschein für die See Euer Kandidat. Wollt Ihr eher in Binnengewässern fahren, dann ist der diesbezügliche Führerschein der Richtige für Euch. 

Obacht! Es kann Zeit, Geld und Nerven sparen, wenn man beide Führerscheine in einer bestimmten Reihenfolge macht. Dazu findet man genug Informationen im Internet und meine Wahl war, zunächst den SBF-See in Theorie und Praxis zu machen und dann nur noch die theoretische Prüfung für den SBF-Binnen ablegen zu müssen. 

Die zweite Frage, die Ihr Euch stellt und die ich mir gestellt habe, was für ein Lerntyp bist Du oder ich. Will sagen, dass es dann drei Möglichkeiten gibt, wie Ihr die Theorie erlernt. Nummer 1: Ihr geht regelmäßig über Wochen oder ein paar Monate zu einer Bootsschule. Ihr lernt die Theorie, könnt dem Ausbilder Fragen stellen und, und und...Kam für mich nicht in Frage! 
Nummer 2: Ihr macht einen "Crash-Kurs" am Wochenende oder über mehrere Tage. Gerade wenn Ihr vorhabt, beide Sportbootführerscheine zu machen, werdet Ihr ggf. erschlagen von den vielen, für Euch teils widersprüchlichen, Informationen. 
Nummer 3: Wie wäre es mit einem Online-Training, das man ggf. mit Apps zum Üben der Fragebögen kombinieren kann. DAS war schließlich der Weg, den ich eingeschlagen habe. Ich kann an dieser Stelle nur die zwei "Platzhirsche" empfehlen. Da ist zum Einen die Seite des Teams von Rolf Dreyer und zum anderen die Seite der SegelnAG. Welche Seite Euch am besten gefällt, müsst Ihr selbst herausfinden. 

Bei der Seite von Rolf Dreyer hat mir sehr gefallen, dass ich bei jedem Kapitel und den dazugehörigen Fragen Hinweise bekam, auf was ich achten müsse. Am Ende habe ich dann zwei Dinge getan. Ich habe mir erstens einen zweiten Satz Seekarten bestellt, um nicht von den vorherigen Einträgen irritiert zu werden und zweitens habe ich zig Mal die MC-Fragen der einzelnen Bögen durchgearbeitet, bis ich keine Fehler mehr machte. 

Obacht! Bei der Seite von Rolf Dreyer wird Euch empfohlen, dass Ihr beim SBF-See erst die Navigationsaufgabe und dann den Fragenkatalog mit MC-Fragen bearbeitet. Das kann nur jeder selbst entscheiden. Ich habe festgestellt, dass ich lieber erst die Fragen beantworte und dann genügend Zeit für die Navigationsaufgabe habe. 

Glaubt mir bitte, dass sich das jetzt alles so easy anhört, aber ich muss gestehen, dass ich mich am Anfang nur als Inhaber eines SBF-Binnen gesehen habe, weil ich annahm, dass ich nie und niemals im Leben die Navigationsaufgaben verstehen und lösen können würde. 

Ahoi und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! 

Euer 

Doc Minten




Kommentare